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EurSafety

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Erreger kennen keine Grenzen – und so muss es daher auch beim Infektionsschutz sein. Das Universitätsklinikum in Groningen spielt eine bedeutende Rolle bei der grenzüberschreitenden Patientenversorgung, grenzüberschreitenden Lehre, Forschung und Weiterbildung. Dies ist eine der Grundlagen für die grenzüberschreitende Patientenversorgung. Ein erstes grenzüberschreitendes Präventionsnetzwerk (EUREGIO MRSA-net) wurde im Jahr 2005 in der Region Twente-Münsterland gegründet. Im Jahr 2009 kam der Startschuss für das aktuelle EurSafety-Projekt. Hierbei wird neben einer Ausweitung der erfolgreichen Erfahrungen auf das gesamte deutsch-niederländische Grenzgebiet, vor allem auch grenzüberschreitendes Wissen geschaffen und die Kommunikation, Aufklärung und Fortbildung zum Thema Infektionsprävention gefördert. Dies ist von größter Bedeutung, weil neben MRSA, auch andere Infektionserreger, wie ESBL, VRE, aber auch Noroviren, Hepatitis E oder EHEC eine immer größere Rolle spielen.

Es hat sich gezeigt, dass die Grundvoraussetzung für einen erfolgreichen Infektionsschutz die konsequente Zusammenarbeit aller Teilnehmer an der Patientenversorgung ist, und zwar
eine Zusammenarbeit, die über die Grenzen der einzelnen Institutionen und Länder hinausreicht. Nur so ist es möglich, der Ausbreitung von Infektionskrankheiten effektiv entgegenzuwirken. Einzelne Institutionen oder Sektoren im Gesundheitswesen können die Problematik nicht alleine bewältigen, eine Vernetzung ist daher unumgänglich. Die zunehmende Mobilität von
Menschen – und damit auch von Patienten und medizinischem Personal – in Europa macht auch grenzüberschreitende Netzwerke dringend erforderlich.

Ein solches grenz- und institutions- und sektorenübergreifendes Netzwerk ist EurSafety Health-net, dessen Hauptziel die Stärkung der Patientensicherheit und der Schutz vor Infektionen ist. Das Erfolgsrezept liegt darin, dass hierfür immer wieder Grenzen überschritten werden müssen: Grenzen zwischen Ländern, Bundesländern, Kreisen, Institutionen, Sektoren und letztendlich auch zwischen Berufsgruppen.